Das Wegesystem eines Universitätscampus unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichen städtischen Straßen. Der Haupteingang muss sowohl die Ein- und Ausfahrt sowie die Verteilung des Fahrzeugverkehrs ermöglichen als auch die täglich hohe Zahl an Studierenden, Lehrkräften und Besuchern berücksichtigen, die sich zu Fuß bewegen. Im Inneren des Campus verbinden die Wege Lehrgebäude, Bibliothek, Wohnheime, öffentliche Plätze und Grünflächen und entwickeln sich zunehmend zu einem Wegenetz, das vor allem auf Fußgänger und Radfahrer ausgerichtet ist.

Bei diesem Projekt wurden hochwertige Bordsteine aus Naturgranit eingesetzt, um den Haupteingang des Universitätscampus, die internen verkehrsberuhigten Wege, die Grünflächenränder sowie die barrierefreien Querungsstellen einheitlich einzufassen. Ziel war nicht lediglich die Verlegung von Bordsteinen entlang der Straßenränder. Vielmehr wurden Abmessungen, Eckausbildungen, abgesenkte Bereiche und individuelle Details entsprechend den jeweiligen Verkehrsbedingungen, Straßenverläufen und Höhenunterschieden geplant. So entstanden klare und durchgängige Übergänge zwischen Fahrbahnen, Fußgängerflächen und der Campuslandschaft.

Der Haupteingang muss Fahrzeugbewegungen und konzentrierte Fußgängerströme aufnehmen

Der Haupteingang des Universitätscampus gehört zu den verkehrlich komplexesten Bereichen des gesamten Projekts.

Nachdem Fahrzeuge die öffentliche Straße verlassen und auf den Campus fahren, müssen sie ihre Geschwindigkeit reduzieren, abbiegen und sich auf verschiedene interne Wege verteilen. Gleichzeitig betreten zahlreiche Studierende und Lehrkräfte den Campus von beiden Seiten des Eingangs und überqueren in diesem Bereich häufig die Fahrwege.

Aus diesem Grund wurden entlang beider Seiten des Haupteingangs durchgehende Bordsteine aus Naturgranit eingesetzt, die eine klare Abgrenzung der Fahrbereiche schaffen. Gleichzeitig harmoniert die einheitliche Gesamtfarbgebung des Granits mit der Pflasterung des Eingangsplatzes, den Gebäudefassaden und den umgebenden Grünanlagen.

In den Abbiegebereichen wurden Länge und Anschluss der Bordsteine an die tatsächlichen Straßenradien angepasst. Dadurch kann die Bordsteinlinie dem geschwungenen Straßenverlauf natürlich folgen, anstatt durch die Aneinanderreihung vieler kurzer gerader Elemente sichtbare polygonale Übergänge zu erzeugen.

Verkehrsberuhigte Wege benötigen durchgängige und stabile Landschaftskanten

Weiter im Inneren des Campus verändert sich der Charakter der Straßen zunehmend zu einem Wegenetz, das hauptsächlich von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird.

Diese Wege führen zwischen Lehrgebäuden, öffentlichen Grünflächen und offenen Campusbereichen hindurch. Die Bordsteine müssen deshalb nicht nur die Straßen- und Wegekanten stabilisieren, sondern auch die gestalterische Kontinuität des gesamten Wegesystems unterstützen.

Entlang der wichtigsten verkehrsberuhigten Wege wurden Granitbordsteine eingesetzt, um Pflasterflächen, Grünstreifen und lokal befahrbare Bereiche klar miteinander zu verbinden beziehungsweise voneinander abzugrenzen.

Auf geraden Abschnitten sorgen einheitliche Abmessungen und kontinuierliche Fugen für eine ruhige und geordnete Straßenkante. Bei geschwungenen Wegen, Grünflächenecken und Gebäudeeingängen wurden dagegen die Steinlängen und Eckanschlüsse an die tatsächliche Geometrie angepasst. So können die Bordsteine dem Straßenverlauf natürlich folgen, ohne dass zahlreiche Anpassungsschnitte auf der Baustelle erforderlich sind.

Barrierefreie Querungen erfordern sorgfältig geplante Höhenübergänge der Bordsteine

Kontinuierliche Fußgängerbewegungen gehören zum täglichen Leben auf einem Universitätscampus. Deshalb waren barrierefreie Querungsstellen ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts.

Auf normalen Straßenabschnitten schaffen Bordsteine eine klare Trennung zwischen Fahrbahn und Fußgängerbereich. Würde an Querungsstellen jedoch dieselbe Bordsteinhöhe beibehalten, entstünde eine unnötige Höhendifferenz.

An den wichtigsten Querungsstellen wurden deshalb abgesenkte Granitbordsteine und entsprechende Übergangselemente vorgesehen.

Beim Annähern an eine barrierefreie Querung wird die Bordsteinhöhe schrittweise reduziert, sodass die Fußgängerfläche möglichst eben an die Fahrbahn anschließen kann. Dadurch entsteht eine kontinuierlichere Verbindung für Rollstuhlnutzer, Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Personen mit Rollkoffern sowie andere Nutzer mit rollenden Hilfsmitteln.

Bei diesem Detail geht es jedoch nicht nur um die Höhe des Steins. Gleichzeitig müssen die Länge des Übergangsbereichs, die Straßenneigung, die Höhe der Fußgängerfläche und die Position der Fugen aufeinander abgestimmt werden. Werden diese Faktoren nicht bereits im Vorfeld festgelegt, können auf der Baustelle zahlreiche zusätzliche Schnitte, zu kurze Steinelemente oder ungleichmäßige Höhenanschlüsse entstehen.

Die Entwässerung muss gemeinsam mit barrierefreien Querungen geplant werden

Durch die Absenkung der Bordsteine verändern sich auch die Entwässerungsbedingungen entlang des Straßenrandes.

Werden Quergefälle und Fließrichtung des Regenwassers nicht frühzeitig berücksichtigt, kann eine abgesenkte Querungsstelle dazu führen, dass Oberflächenwasser in den Fußgängerbereich gelangt oder sich im Bereich der Rampe sammelt.

Aus diesem Grund wurden bei der Detailplanung der barrierefreien Querungen gleichzeitig das Quergefälle der Straße, die Höhenlage der Querungsbereiche und die Position der umliegenden Entwässerungseinrichtungen überprüft. Dadurch kann das Regenwasser weiterhin dem Straßengefälle zu den vorgesehenen Abläufen folgen, anstatt sich entlang der wichtigsten Fußgängerrouten zu konzentrieren.

Indem Höhenänderungen der Bordsteine und Entwässerung als zusammenhängendes System betrachtet werden, lässt sich eine kontinuierliche barrierefreie Wegeführung gewährleisten, ohne neue Bereiche mit möglicher Wasseransammlung zu schaffen.

Komplexe Bereiche wurden bereits vor der Steinbearbeitung detailliert geplant

Das Straßensystem eines Universitätscampus umfasst gerade Abschnitte, Kurven, Kreuzungen, Gebäudeeingänge und zahlreiche barrierefreie Querungsstellen. Würden überall dieselben Standardbordsteine verwendet und komplexe Situationen ausschließlich durch Zuschnitte auf der Baustelle gelöst, könnten zahlreiche kleine Steinsegmente und unregelmäßige Fugen entstehen.

Auf Grundlage der detaillierten Straßen- und Verlegepläne wurden deshalb bereits vor Produktionsbeginn Standardbordsteine für gerade Abschnitte, Eckelemente, Bereiche mit gekrümmtem Verlauf sowie Übergangselemente für barrierefreie Querungen unterschieden. Abmessungen und Bearbeitungsanforderungen wurden anschließend entsprechend der jeweiligen Einbauposition festgelegt.

Insbesondere am Haupteingang des Campus und an wichtigen Fußgängerquerungen konnten durch die frühzeitige Festlegung von Steinlängen, Eckausbildungen und Höhenverläufen nachträgliche Zuschnitte auf der Baustelle reduziert und durchgängigere Straßenkanten erzielt werden.

Naturgranit eignet sich für langfristig und intensiv genutzte Campusbereiche

Ein Universitätscampus ist ein langfristig genutzter öffentlicher Raum. Die Wege sind täglich intensiven Fußgänger-, Fahrrad- und Fahrzeugbewegungen ausgesetzt und müssen gleichzeitig Regen, Reinigung, Temperaturschwankungen sowie langfristigen Witterungseinflüssen standhalten.

Naturgranit verfügt über stabile Materialeigenschaften, eine gute Verschleißfestigkeit und eine für langfristige Außenanwendungen geeignete Dauerhaftigkeit. Dadurch eignet sich das Material besonders gut für Bordsteine innerhalb eines stark frequentierten Campusumfelds.

Granitbordsteine mit einer kontrollierten Gesamtfarbgebung lassen sich außerdem harmonisch mit der Campusarchitektur, den Platzbelägen und den Grünflächen kombinieren. Dadurch wirkt die Straßeninfrastruktur nicht wie ein isoliertes technisches Element, sondern fügt sich selbstverständlich in die gesamte Campuslandschaft ein.

Vom Haupteingang bis zu einem durchgängigen Wegenetz auf dem Campus

Bei diesem Projekt verbinden Bordsteine aus Naturgranit den Haupteingang der Universität, interne verkehrsberuhigte Wege, Grünflächenränder und barrierefreie Querungsstellen zu einem durchgängigen Straßensystem.

Am Haupteingang stehen Fahrzeugbewegungen und konzentrierte Fußgängerströme im Mittelpunkt. Die internen Wege benötigen stabile und kontinuierliche Landschaftskanten, während barrierefreie Querungen durch abgesenkte Bordsteine, sorgfältig geplante Höhenübergänge und eine koordinierte Entwässerung eine möglichst durchgängige Nutzung ermöglichen.

Durch die detaillierte Planung unterschiedlicher Knotenpunkte und die Festlegung der Steinabmessungen bereits vor der Produktion bilden die Granitbordsteine letztlich nicht nur eine klare und dauerhafte Straßenbegrenzung. Sie werden zu einem wichtigen Bestandteil, der Fahrzeugverkehr, Fußgängerbewegungen, Barrierefreiheit und die gesamte Campuslandschaft miteinander verbindet.